ohne pointe

das wohl patriotischste Blog aus dem Land der Kernspalter und Autobauer

Archive for Juli, 2006

30. Juli 2006

Nochmal bitte!

Wir alle kennen diese Momente im Leben, die man nie vergessen wird. Und das ist dann eigentlich auch das Problem. Erinnerung. Man ist nie wieder in der Lage etwas nochmal zu erleben, weil man bereits weiß was kommen wird. Schrecklich.

Welche *drei* Momente in Deinem Leben würdest Du gern noch mal so erleben wie beim ersten Mal? Den ersten Kuss? Der Nervenkitzel des ersten Kaugummiklaus? Oder was viel banaleres?

Ich lege dann schonmal mein Blitzdings bereit.

CoBi um 13:05 Uhr

Tut mir leid, dass es laenger gedauert hat, ich musste zum Tierarzt, meine Maus… naja.

Ganz oben auf dieser Liste steht fuer mich die Wende. ich war 1989 22 Jahre alt und viel zu idealistisch. Nach so vielen Jahren erduldeten Sozialismus und der Angst vor den Konsequenzen bei evntl Ungehorsam war die Zeit um 89 ein Rausch. Die erste unorganisierte Demo vorm Rathaus, bei der ein paar scheinbar mit der bisherigen Gesamtsituation Unzufriedene (leere) Bierflaschen gegen das Rathaus warfen und die ängstlichen Blicke des Parteigesocks aus den Fenstern entschaedigten mich fuer vieles. Damals ging man aber noch von einer neuen DDR aus, dass das Restvolk sich mit Bananen so ueber den Tisch ziehen lies, war bitter. Diese wirklich geile Zeit nocheinmal mit allem verlorengegangenen Idealismus zu erleben, waere schon toll.

Und dann gibt es natuerlich ne Menge Filme, die man nochmal geblitzdingst sehen moechte. Oder nochmal am Grand Canyon stehen und die Augen aufmachen. Hat man das erstmal gesehen, ist es ja nichts besonderes mehr. ColinMcRae mit der eben eingebauten 3dfx-Karte spielen oder HaPes Beatrixe im TV sehen. und und und…

Wer denkt sich eigentlich so daemliche Fragen aus?

· nobbie um 16:48 Uhr

Verschwitzt, erledigt und übermüdet aus dem Flughafen zum Taxi schleppen und nach Manhattan reinfahren. Im Grunde ist es auch egal, von welcher Ecke aus kommend, aber einfach noch mal dieser Anblick, dieses Gefühl von Leben, von Großstadt – einsam und hektisch, von neuer Heimat, von Zuhause, das gefundene Paradies auf Erden. Nie wieder hat mich etwas so gepackt, so fasziniert und so tief im Innersten berührt. Dieses unheimliche Gefühl, so unerwartet das gefunden zu haben, was immer herzzerreißende Sehnsucht und unbekanntes Ziel war.

New York City – meine Seelenverwandte.

So oft dort gewesen, aber jede spätere Ankunft hatte nie wieder diesen einen jungfräulichen Moment.

… Verdammtes Blog, jetzt bin ich völlig hinüber und Fernweh plagt mich. Kein Arsch in der Hose … bald dreißig und trotzdem noch nicht dorthin umgezogen … muss was ändern

Wo ist der Lottoschein …

· DenKa um 18:34 Uhr

Da gibts bei mir mehrere passende Momente. Um erstmal am Thema vorbeizuschreiben: Der erste Kuss gehört definitiv nicht dazu. Der war eher merk- als denkwürdig.

Das erste Mal eine orientalische Stadt zu betreten, war ein Erlebnis, das mich ziemlich umgehauen hat und das man so intensiv danach nicht mehr erleben kann. Morgens in Berlin am Flughafen gefrühstückt, dann in den Flieger nach Agadir gestiegen, dort schnell an den Neckermann-Bussen vorbeigelaufen und in einem hässlichen Nest namens Inezgane den nächstbesten Bus nach Taroudant genommen. Nach vielen Stunden Schleichfahrt in dem altersschwachen Gefährt taucht die komplett ummauerte Stadt im Abendlicht auf. Auf dem Fußweg ins Zentrum begegnen uns mehr Eselkarren als Autos. Beim Ruf der Muezzine von einigen Dutzend Moscheen gibt es den ersten der in Marokko omnipräsenten Pfefferminztees und Abendessen.

Ähnlich eindrucksvoll, aber nicht ganz so intensiv war der erste Eindruck von Asien ein paar Jahre später.

· Gorch um 16:15 Uhr am 01.08.2006

29. Juli 2006

Erweiterte Grusskontrolle gewünscht!

Neue Autos mit einem gewissen Ueberfluss an eigentlich sinnloser Technik wecken ja meist einen gewissen Spieltrieb beim (maennlichen) Besitzer. Kann ich den abblendbaren Rueckspiegel auch tagsueber mit einem Trick dazu bewegen, sich abzublenden? Loesen tote Insekten, an geeigneter Stelle appliziert, den Regensensor aus? Wie lang kann man mit dem Tempomat und dessen Geschwindigkeitswippe fahren, ohne die Fuesse zum Bremsen oder Gasgeben zu Hilfe zu nehmen? Dabei merkt man, dass der Tempomat doch eine sinnvolle Sache ist. Allerdings wuensche ich mir da ein Upgrade, bisher kann ihn man ja nur eine Geschwindigkeit fixieren, hoch- und runterregeln und Ein- und Ausschalten. Besser waere da ein flexibler Geschwindigkeitsregler, damit man auch inner- und ausserhalb der Autobahnbaustellen die Fuesse frei hat um zB. Stepptanz zu üben. Ich stelle mir da so einen Drehregler vor, beginnend mit 80km/h (damit das auch in Innenstaedten nutzbar ist) bis zu 300 (falls man mal im freien Fall unterwegs ist).

Vielleicht sollte ich mir das patentieren lassen…

nobbie um 01:34 Uhr

28. Juli 2006

Weihnachten

Was versteckt sich wohl in diesem Paket?

halboffen.jpg

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lysis um 10:20 Uhr

Wusste gar nicht, daß Siemens jetzt auch Kaminanzündhilfen im Versand vertreibt.

· Gorch um 22:41 Uhr

Marge muss neu besetzt werden

Und nun hat’s auch Elizabeth Volkmann erwischt. Sie wurde gestern tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Die Umstände ihres Todes noch unklar.

Und irgendwo unwillkürlich muss ich an die Legende der Schauspielerin denken, die ihren eigenen Abgang groß inszenieren wollte und dann am Ende mit dem Kopf in der Toilette aufgefunden.

Verstehen Sie mich jetzt nicht falsch, daß wünsche ich der Volkmann in keinem Fall. Aber das sie einfach so geht, kann ich mir doch nicht vorstellen. So ganz leise und völlig ohne noch mal kurz Aufsehen zu erregen.

CoBi um 00:07 Uhr

Oh, auf der Klimbimtruppe liegt wohl ein Fluch.

· KaiK um 13:31 Uhr

Dachte ich auch vorhin, als ich die Bilder sah.

Schade übrigens, daß sich -zumindest von den öffentlich-rechtlichen Nachrufern- keiner traut, auf die Marge-Synchronrolle hinzuweisen. Wenn man Klimbin-Bilder anlässlich des Todes zeigt, kann ein kurzer Simpsons-Ausschnitt auch nicht schaden.

Einzige Ausnahme: NDR4 heute morgen, aber da war mediumsbedingt nix zu sehen.

· Gorch um 22:43 Uhr

25. Juli 2006

Ausflug 2.0

Früher mit Ausflug 1.0 war alles einfacher. Da ist man einfach ins Verkehrmittel gesprungen, hatte etwas Geld dabei und war über das Wochenende irgendwo hin verschwunden. So völlig ohne Wegzehrung, oder Wechselunterwäsche oder gar Ahnung wo und ob man schlafen würde.

Inzwischen ist man aber altersbedingt bei Ausflug 2.0 angekommen. Da schaut man vorher in dem Routenplaner 2.0, plant 2.0 Pausen und hat nicht nur für jeden Tage frische Unterwäsche dabei, sondern sogar noch Ersatz. Und auch noch ein extra Strickjäckchen, falls es am Abend frisch werden könnte. Schließlich ist ja bei Wetter 2.0 damit zu rechnen, daß es auch mal unter 30°C fallen könnte.

Und so ist man im betagten Alter irgendwo auch glücklich, daß man an einer Raststätte 2.0 Pause macht, wo es keine versifften Klos gibt, sondern die Toilette 2.0 mit Drehkreuz und Vollautomatik und so. Sogar mit extra vollautomatischem Klobrillenreiniger. Fast wie in Japan. Mensch 2.0 ist glücklich und geht entspannt den Dingen nach, denen man nach 2 * 2.0 Stunden Fahrt nun mal so nachgehen muss.

Allerdings wird er jäh in seinem Tun und Wasserlassen gestört, als auf einmal hinter ihm ein Motor seine Tätigkeit aufnimmt. Wer diese automatischen Klobrillenreiniger kennt, weiß was nun passiert. Die Reinigungseinheit schiebt sich aus der Wand und dabei den verwirrten Wasserlasser nach vorn. Und also sich dann auch noch die Brille anfängt zu drehen, wird schlagartig klar, daß ihr was schief läuft. Also das da immer noch was läuft, während man sich versucht vom Schleudersitz zu retten.

Nachdem sich dann die Situation dann wieder beruhigt hatte. Also sowohl als auch, musste dann leider festgestellt werden, daß Toilette 2.0 quasi den Hosenboden signiert hat. Normalerweise würde man an dieser Stelle ausrasten, rumfluchen oder gar die Technik aus der Wand rupfen. Aber Mensch 2.0 bleibt ruhig. Er geht erhobenen Hauptes zurück zum Auto und greift dort zur Hose 2.0 ähm zur zweiten Hose, die er im Gepäck hatte.

Eigentlich fand er das ja lächerlich, für ein langes Wochenende eine Ersatzhose einzupacken. Aber in diesem Moment war er wohl der glücklichste Mensch auf dem Rastplatz. Aber er war nun auch um ein Trauma reicher. Er wird sich wohl nie wieder auf eine Toilette mit automatischer Brillenreinigung niederlassen.

CoBi um 18:17 Uhr

Klar, wenn man auf die Brille pinkelt, reinigt die sich automatisch.

· nobbie um 18:24 Uhr

Extremismus

Osten ist immer noch No-Go Area!
No-Go
www.wetter.com

Defunct um 14:32 Uhr

Einfach wegrechnen, was einen stört

Gerade beim Ablichten von Gebäuden und Plätzen will man als Fotograf nicht unbedingt durchs Bild laufende Menschen mit auf die Speicherkarte bannen. Ein Webdienst rechnet aus mehreren Aufnahmen nun die störenden Objekte heraus und versucht so, weitestgehend unbevölkerte Resultate zu erzielen.

Schade, daß das nur auf Bildern funktioniert.

Via Golem.de

Gorch um 11:46 Uhr

Jo. Ich wüßte sofort einen alternativen Ansatz. Aber darüber hast Du bestimmt schon woanders geschrieben.

· CoBi um 13:16 Uhr