Hobby: Herbstdepression
Seien wir doch mal ganz ehrlich: das da draussen ist kein Sommer. Okay, ich will jetzt nicht unbedingt die knochentrockenen Tage bei 35°C Mindesttemperatur zurück, aber deswegen hätte das Wetter ja nicht gleich auf Nieselherbst schalten müssen. Nun denn.
Wir sind da ja flexibel und passen einfach flugs die Musikfrage an: Nenne bitte Künstler, Alben und/oder einzelne Titel die perfekt zu diesem trübkühlen Wetter passen und die Stimmung deutlich Richtung Suizid drücken. Die Mächtigkeit der Antwortmenge sollte sich wie immer an der magischen drei orientieren. Danke.
PS: Bitte keine Nennungen von Gun’s'Roses’ November Rain. Danke²
Mein Herbstsoundtrack könnte so aussehen:
Dead Can Dance
Nick Drake
Nick Cave oder Louis Tillett
Es muss aber nicht immer Selbstmord sein, ich lege mich zu solcher Musik gerne bei Kerzenschein in die entspannende Badewanne. Nachahmung empfohlen.
· fishy um 13:41 Uhr
Hm, Stimmungsmusik. Das kann ich subjektiv nie so recht einordnen, irgendwie bin ich entweder gänzlich unbeeindruckt oder empfinde spontan auch besten Gute-Laune-Pop eine passable Begleitung der depressiven Stimmungslage. Whatever.
Nick Cave
Nicht überraschend, der Standarddepressive eben. Das passt dann immer. Angenehm im Kopf, leicht und schwer zugleich im Herz. Wunderbare Musik; zum Träumen und Seele baumeln lassen.
Sinéad O’Connor, Björk, Petra Haden …
Nicht zwingend in den Tod treibend, schon gar nicht über die Texte, aber einfach die klaren Stimmen, die oft prägnanten, simplen Melodien, getragene Stücke. Mir hilft’s, um weiter in der angenehmen Trägheit einer depressiven Stimmung zu treiben.
Denis Leary
Nicht depressiv, sondern wütend, böse, bitter, zynisch. Aber danach erscheint der Suizid als Weg in eine bessere Welt.
· DenKa um 14:52 Uhr
@fishy Pass bitte auf, bevor der Stern an so einer Geschichte Interesse anmeldet.
@DenKa Bei Frau O’Connor kann ich deinen Gedanken folgen, aber bei Björk kenne ich nur Menschen, die sich nach unfreiweilligem Björk-Konsum mit Depressionen rumschlagen…
Ansonsten:
Beth Gibbons & Rustin Man – Out of season
Träge, schlurfend, klagend, melancholisch, schön.
Zbigniew Preisner – Requiem For My Friend
Vorsicht, Klassik. Ein ganzes Requiem, was Preisner für seinen verstorbenen Freund Krzystof Kieslowski schrieb.
Radiohead – How to disappear completely
Eigentlich bin ich ja gegen Musik auf Beerdigungen, aber den Song dürft ihr gerne spielen. Eine musikalische Orgie in Moll.
· Zonix um 16:04 Uhr
Marit Bergman – Dig A Hole
Als mir diese musikalisch äußerst reduzierte Ballade vor einigen Tagen durch den MP3-Player lief, war mir so schön depressiv zu Mute, daß ich direkt raus in den Nieselregen laufen wollte um mir eine gepflegte Erkältung zuzulegen. Wunderschön die Stimme.
Brian Eno – An Ending (Ascent)
Okay, der Titel mag schon etwas ausgeleiert und keinerlei Neuentdeckung sein, doch an so einen trüben nebligen Tag sorgt er für die Ersatzgänsehaut, wenn einem mal kein kalter Windhauch zur Verfügung steht.
The Coral
Bei The Coral habe ich so den Effekt, daß ich die eine Hälfte der Titel total aufbauend finde. Nett poppig mit dem richtigen Wusch zum Wachwerden. Und dann ist da eben noch die andere Hälfte, die problemlos eine gepflegte Melancholie bedienen kann.
Z.B: Shadow Fall, Waiting For The Heartaches, Far From The Crowd, Late Afternoon. Hmm, die Titel sagen eigentlich schon alles.
· CoBi um 17:01 Uhr
Bobbie Gentry – Chickasaw Country Child
Hier werde ich vor allem deshalb depressiv, weil ich “Ode to Billie Joe” einfach liebe. Bobbie Gentrys Timbre laesst mich jedesmal zusammenzucken, leider hat sie nicht mehr solcher Lieder gemacht. Die anderen Titel sind nicht schlecht, meist melancholisch, aber eben kein “Ode…”. Trotzdem, verregnete Herbsttage kann man vielleicht nur noch
mit der Piaf besser zelebrieren.
Sophie B Hawkins – Tongues and Tails
Unterkuehlt genug, um fuer die Herbstumfrage noch zu passen. Leider hat man von ihr nach “Damn..” und “I want you” nichts mehr gehoert. Hey, Sophie, ich mochte Deine Musik!
The Waterboys – The Best Of ’81 – ’90
Wiederentdeckt und neu verliebt. Wenn ich nur wuesste, wie oft ich schon “Dont bang the drums” gehoert habe (wobei der Titel wohl eher in die Autofahrmusiksonntagsfrage gepasst haette).
Ok, es klingt alles so nach 80er und 90er Jahre (was nicht wirklich ueberrascht), aber die Waterboys gaben sich wenigstens Muehe um sich vom Rest der damaligen Bands abzuheben. Erfolgreich uebrigens.
· nobbie um 21:32 Uhr
Oh, das ist mein Spezialgebiet. Da ich die letzten 6 Sonntage ausgesetzt habe, zähle ich jetzt einfach mal 6 Lieder auf.
Element of Crime – Delmenhorst
Getränke Hoffmann als Sponsor zu gewinnen war ein großer Zug der Ganoven, das Lied selbst ist eine deprimierend schöne Ballade an Provinznester.
The Velvet Underground – Pale Blue Eyes
Ein Lied wie eine manische Depression, 4 Zeilen Lyrics reichen, um es zu beschreiben:
Sometimes I feel so happy,
Sometimes I feel so sad.
Sometimes I feel so happy,
But mostly you just make me mad.
Iron and Wine – Such Great Heights
Bekannt aus dem Soundtrack zu Garden State, mit einer Gitarre spärlich instrumentiert und mit gedämpfter Stimme gesungen ist es perfekt für dunkle Stunden alleine.
Falls jemand den Fehler macht und sich die Cover der Band anguckt: Nicht von dem zwergenähnlichen Äußeren des Sängers abschrecken lassen.
Belle & Sebastian – The State I Am In
“I was surprised I was happy for a day in 1975.”
Eines der frühen Werke der Band, und ganz vorne auf meiner All Time Favorite Belle & Sebastians Song Liste. Stellenweise sogar etwas zu positiv für eine gepflegte Depression, aber dann hat man wenigstens etwas, über was man sich aufregen kann.
Leonard Cohen – Chelsea Hotel No. 2
Eine Ode an ein Hotel und verflossene Liebschaften. “You told me again you preferred handsome men but for me you would make an exception.”
Johnny Cash feat. Fiona Apple – Father and Son
Ich finde Johnny Cash am besten, wenn er fremde Lieder interpretiert. Und seine Version von Cat Stevens Lied, mit Fiona Apple als Dialog-Partner, ist einfach grandios. Lichter aus, laut aufdrehen, ein Whisky in die Hand und es kann losgehen.
· lysis um 22:46 Uhr
The Cure – A Forest
oder fast alles andere von der Live-LP ‘Concert’.
Ja, die hab ich noch irgendwo rumliegen, obwohl ich seit Jahren keinen Plattenspieler mehr habe.
· shrek um 10:10 Uhr am 14.08.2006
Meine Herbst/Winter Kollektion deckt sich so ziemlich mit allem, was hier aufgefuehrt wurde.
Mein Problem ist: Ich hoere das auch im Sommer.
Life Sucks.
Dennoch moechte ich meine Mit-Suizidgefaehrdeten auf folgendes Klangprodukt hinweisen:
Kool & The Gang – Winter Sadness
Zum auf-Herbstlaub-ausrutschen-und-gegen-den-Baum-fahren-schön.
· KaiK um 18:28 Uhr am 14.08.2006
Auf die Schnelle fallen mir zwei Stücke ein, die ich nur bei sonnigem Wetter und guter Stimmung höre:
Joachim Witt/Peter Heppner, Die Flut und
Rammstein, Seemann
Jetzt stehst du da an der Laterne mit Tränen im Gesicht.
Das Tageslicht fällt auf die Seite, der Herbstwind fegt die Straße leer.
Jetzt stehst du da an der Laterne, hast Tränen im Gesicht.
Das Abendlicht verjagt die Schatten, die Zeit steht still und es wird Herbst.
· Gorch um 21:29 Uhr am 14.08.2006
Mein immerwährendes Regenlieblingslied ist Regen Regen von den leider nicht mehr zusammen musizierenden Lassie Singers. Und jetzt alle:
Regen fällt auf die Welt
grau ist das Himmelszelt
Sieh wie die Strasse glänzt
Wie sie uns spiegelt
Regen fällt auf die Welt
Regen der fällt und fällt
er fällt auf dich und mich
aus allen Wolken
Auf allen Wegen Regen Regen
Wir haben nichts dagegen
Regen macht uns Spass
Er macht uns alle nass
Eben bemerke ich, dass ich die Aufgabenstellung falsch verstanden habe – ich werde dadurch nicht depressiv sondern hüpfe dabei eher durch die Wohnung.
· ninscha um 08:49 Uhr am 17.08.2006
Liebe Ninscha
wenn du Probleme mit Depressionen hast, ruf mich doch an, ich kann da helfen.
· KaiK um 02:28 Uhr am 18.08.2006
Herbstlich depressiv ist Velvet Underground mit Heroin – dazu das Video von Billy Idol mit selbem Titel und ohne Ton natürlich.
· dogan um 10:57 Uhr am 25.08.2006
Liebe ist …
… wenn man sich das nicht erst überlegen muss.
Abgelehntes
Ich kann einfach nicht warten, bis Sonntags nach Comedy gefragt wird:
Neulich hatte ich schonmal in “Zu gut für’s Fernsehen” reingehoert, heute hab ich mir die CD, auf der Comedyautoren einige abgelehnte Sketche lesen, in Ruhe angehoert. 2 Mal.
Naja, nicht gerade in Ruhe, die Lachflashs von Autoren und Publikum sind extrem ansteckend.
Warum die Texte abgeleht wurden wird manchmal recht schnell klar. Zu schwarz, zu schraeg, manchmal auch einfach zu schlecht. Zwischendrin wird geinsidert, Ballerstaller von Sat1 nachgeaefft oder eben gekichert. Die Friedhelm Brebeck-Nummern sind einfach geil, “Betroffenheit im Stadion” boese. Das Tagebuch von Udo (Lindenberg) und Klaus (Kinsky) war eigentlich fuer Pastewka/Dittrich geschrieben, aber zum Glueck wurde es abgeleht, besser vorgetragen als auf der CD kann man es sich nicht vorstellen. Es sei denn, man sass im Publikum. Der Sketch fuer Hallervorden (O-Ton Hallervorden: Wir machen Fernsehcomedy, also kein Sketch ueber 7 min) zieht sich etwas, aber das war ja so gewuenscht. Und “Funky Harald Juhnke” ist pythonesk genug, um jederzeit Chapmann in Uniform zu erwarten.
Selten war es einer Comedy-CD vergoennt, in nur 78min so viel Lacher unterzubringen. Details findet man hier
Karten fuer die Lesung gibt es derzeit nur (noch?) fuer Muenster (30.09.06).
8/10
Der Tag, an dem sich für die Saftschubsen alles änderte.
Merke: Vorerst keine Elektrolytgetraenke mit an Bord nehmen.
Gut, dass Zarni nach Kanada fliegt: 9h ohne Laptop wuerde ich nicht aushalten….
· KaiK um 12:57 Uhr
Laptop ist wohl wirklich das kleinere Übel. Es gibt ja auch noch analoge Unterhaltungsmöglichkeiten.
Aber wenn ich daran denke, dass das mein erster Kontintalflug werden wird und immer alle erzählen, auf jeden Fall ne Flasche Wasser mit ins Handgepäck zu nehmen, übe ich mich lieber jetzt schon mal in Dehydrierung.
· Zarniwoop um 10:58 Uhr am 14.08.2006
Analo..was?
Hab aber mal nachgefragt. In Canada Oh Canada ist man nicht so paradroid.
Das scheint also zu gehen…
· KaiK um 18:25 Uhr am 14.08.2006
Ich hab außer bei Ryanair noch nie ne Flasche Wasser ins Handgepäck gepackt. Anständige Airlines haben doch diese überschminkten Eye Candies, die einem lächelnd die gewünschten Getränke reichen.
· Gorch um 11:26 Uhr am 15.08.2006
Ja, wenn Du es schaffst, die Dehydrierung mit den 7 0,1-Gläsern Fluessigkeit, die Du durchschnittlich auf ner Langstrecke bekommst, auszugleichen, ist Dein Urin auch sonst eher von dunkelbrauner Faerbung.
Ich trinke am Tag 3-4l Wasser, das schleppen mir die Saftschubsen nicht an den Sitz.
· KaiK um 11:48 Uhr am 15.08.2006
Aber zwischen den regulären Saftschubsungen, kann man sich auch selbst zu den Mädels schleppen und zwar nicht sie selbst, aber immerhin den Inhalt der von ihnen überwachten Schränke abschleppen.
Mehr als 1 1/2 h sitzend in der Holzklasse ist eh eine Qual und das kurze Aufstehen eine Wohltat.
· Gorch um 13:41 Uhr am 15.08.2006
Ich werd wahrscheinlich ne Ohnmacht vortäuschen und mir damit einen Liegeplatz zum Beineaustrecken erschleichen.
2,02m 13 Stunden lang einpferchen… Was sagen die Genfer Konventionen eigentlich zu sowas?
· Zarniwoop um 16:09 Uhr am 15.08.2006
Gar nichts. Deren Anwendbarkeit scheitert schon daran, daß Du nicht als Kriegsgefangener im Flugzeug sitzt.
· Gorch um 16:58 Uhr am 15.08.2006
Also mir ist schon ganz Masrig.
· DenKa um 20:09 Uhr am 15.08.2006
Hm. Dann muss ich Kanada wohl vorher noch den Krieg erklären.
· Zarniwoop um 17:45 Uhr am 16.08.2006
Dafür müßtest Du erstmal Völkerrechtssubjekt werden.
· Gorch um 18:46 Uhr am 16.08.2006
Dann erklaert er Kanada halt eine Krise
· KaiK um 19:30 Uhr am 16.08.2006
Flori, Flora
Die alte Dame, die jeden Tag in ihrem Garten ein, zwei Stunden damit verbrachte, die Blumen und Büsche zu hegen und pflegen. Angrenzend lagen weitere Gärten, ein Gehweg und eine Wiese. Oft tobte dort das geruhsame Vorstadteinerlei; Kinder spielten, fette Männer grillten und Jugendliche genossen das Leben allgemein. Mittendrin, mit verkniffenem Blick und gebeugter Gestalt, werkelte die Frau verbissen in ihrem Garten. Hin und wieder machte ihr Blick die Runde, sah sie durch die Sträucher und Hecken nach draußen in die laute Welt. Neigte leicht ihren Kopf. Und schwieg.
Einen Nachmittag stand sie noch auf der Terrasse und zog sich ihre Gartenhandschuhe über, als ein Fußball sich aus der spielenden Kinderschar auf der Wiese löste, in hohem Bogen den Zaun überquerte und auf einer Gruppe leuchtender Blumen niederging. Abgeknickte Stiele und lose Blütenblätter blieben zurück. Die Dame schaute und ging dann auf den Ball zu. Die Kinder sammelten sich stumm in der Wiesenmitte, einer stuppste den anderen, doch keiner trat hervor und an den Zaun heran. Ein Gartennachbar schüttelte den Kopf, starrte die Kinder an und teilte wem auch immer mit, dass das ja mal so kommen musste.
Die alte Frau nahm den Ball, schaute auf ihre Blumen und zwängte sich dann vorsichtig durch ihre Büsche bis an den Zaun. Mit zittriger Hand warf sie den Ball über den Zaun, der kullerte langsam in Richtung der Kinder. Die Frau drehte sich um und trat wieder auf ihren Rasen. Sie lächelte den Nachbarn an. “Sind doch nur Blumen. Nun lassen sie die Kinder doch mal spielen.” Ging und hegte und pflegte ihre Pflanzen weiter.
Langsam finde ich es bedenklich, welche Formen Deine Tagebucheinträge annehmen.
· CoBi um 18:53 Uhr
Form follows function.
· DenKa um 20:23 Uhr
Och, mir gefaellts, aber den ersten Satz verstehe ich nicht. Ist das Kunst oder fehlt da einfach noch was?
· nobbie um 21:21 Uhr
Hobby: Blättern
Das Buch,
das ist nicht nur zu Lesen da!
Da schaut
man auch schon nur mal rein”
Wer kennt ihn nicht, den alten Schlager von Hans Wesermoor? Okay, außer mir wohl keiner kennen wird. Egal.
Jedenfalls geht es mir heute mal um Bildbände, resp. Coffee Table Bocks. D.h. Bücher deren Existenzzweck darin besteht, daß weniger in ihnen gelesen, als ihre enthaltenen Abbildungen bewundert werden. Denn wir wissen ja inzwischen, daß unsere Leserschafft sehr belesen ist, aber ist sie auch beguckt?
Es wird wie immer darum gebeten uns mit bis zu drei solcher Bücher vertraut zu machen. Und es darf ruhig geschrieben werden, niemand muss Bilder in den Kommentar packen.
PS: Der Jahressammelband des Playboy ist kein Bildband!
Ganz ehrlich? Ich bin zu geizig fuer Bildbaende. Da blaettert man einmal drin rum und dann sammelt sich Staub drauf. Und Inneneinrichtungsdetails sind einfach schwul. So, musste mal gesagt werden. Paar Hochglanzbücher habe ich zwar auch, aber schon eher des Inhalts wegen und dann auch gern mal ein Maengelexemplar.
Peter Ustinov – Bilder meines Lebens
Nette Auswahl von Fotos aus Ustinovs privaten Alben
Lenie Riefenstahl – Fuenf Leben
Auch hier eine interessante Auswahl aus Riefenstahls Profifotos und privaten Bildern.
Irgendwo liegt auch noch ein NYC-Bildband rum, den es mal (mit geringen Gebrauchsspuren, aber ansonsten Topzustand!!!!!!) bei Ebay gab, aber da ist das WTC noch drin.
Auf der Wunschliste steht das Fernandelbuch, in dem er auf verschiedene Fragen nur mit Gesichtsausdruecken antwortete, aber derzeit gibt es kein Budget dafuer.
Fuer das etwas gespannte Verhaeltnis zwischen mir und Bildbaenden ist wahrscheinlich der Ferienjob in der oertlichen Bibliothek schuld, den ich, als eifriger Benutzer, netterweise bekommen hatte. Waehrend andere fuer ihr Geld schufteten, saeuberte ich mit einem Pinsel die Bildbaende der Bibliothek. Seite fuer Seite… (nein, ich beklage mich nicht, leicht verdientes Geld..)
· nobbie um 19:43 Uhr
Hmm, ich muß ja gleich gestehen, daß ich nur zwei Bücher besitze die in die Kategorie Bildband fallen. Aber ich stelle ja diese Frage nicht um mit meinen Antworten protzen zu können.
Das großformatigere der beiden Bücher ist ein Bildband über die Arbeiten von M.C. Escher. Er enthält nicht nur seine wunderbaren Arbeiten, sondern auch viele Studien und Details.
(Und eigentlich habe ich den Band auch nur gekauft, weil er auch 10 Euro runtergesetzt war. Muß ich offen zugeben.)
Und das zweite ist eher ein Bildtaschenband, aber dafür um so unhandlicher: Häuser dieser Welt (Was bin ich froh, daß es da um Architektur und nur beiläufig um Innenausstattung geht). Jedenfalls dokumentiert das Buch auf 1000 Seiten alle möglichen Architekturfantasien. Von extrem durchgeknallt bis fast bewohnbar. Leider nicht als Bettlektüre zugebrauchen, aber durchaus als Wurfgeschoß.
· CoBi um 19:55 Uhr
Ich moechte Euch die auf SIS basierenden Stereoskopie-Bildbaende “Magic Eye” wieder ins Gedaechtnis rufen. In den spaeten 80ern/fruehen 90ern der einzige Grund, warum Kunstbuchverlage wie Taschen ueberlebt haben.
Herrlich anzusehen, wie Menschen auf die Bilder schielen und starren, um 3D-Formen zu entdecken.
Ich habe den Bildband Magic Eye 1 als Sex Toy mit meiner ersten Freundin benutzt. Wer zuerst was entdeckt, durfte bestimmen, was gemacht wird.
Lasst es mich so sagen: Ich hatte viel Spass mit dem Buch.
· KaiK um 00:08 Uhr am 07.08.2006
Bildbände … eine eigene Welt zwischen Wollen und Haben. Irgendwo kommt mir immer so ein Großformat unter und dann versinke ich beseelt darin. Ich liebe Fotografien, ganz gleich ob in Farbe oder Schwarz-Weiß, mit Landschaft oder Personen, spontan, gestellt, verrucht, spießig … Friedhöfe, Ruinen, Häuser, Design; Man Ray, Helmut Newton, Angela de Vallestar etc. – die Klassiker genauso wie all die vielen Unbekannten.
Leider mündet das nie in Eigentum, denn die Bücher liegen regelmäßig in der Preiskategorie “Wenn ich mal richtig Geld verdiene”. Früher kaufte ich die anderen dann manchmal. Oft waren das die erwähnten Taschen-Sachen, die hin und wieder günstig verscherbelt wurden.
Usenet, Myspace, Flickr & Co. schaffen aber online viel Ersatz und die Qualität dieser von Laien bis Profis erstellten “Bildbände” ist beachtenswert. Wenn man sich erstmal durch den verachtenswerten Ausschuss gewühlt hat …
Äh, wo waren wir? Genau, hier. Juergen Teller.
Eine Sammlung einiger seiner Fotografien, zwar aus Taschens World of Erotica, aber die schönsten Bilder zeigen keine nackten Körper, sondern wenig perfekte Bekannte und Unbekannte in präziser Perfektion. Da wirkt Courtney Love ganz sie selbst und Björk ist einfach nur perfekt.
PGM Art World 96
Der etwas andere Bildband. Ein Kunst-Katalog, der Verkaufsprospekt von PGM Art World (International Fine Art Distributor). Geschätzte acht Kilo schwer listet er eine riesige Palette der Malkunst von alt bis modern auf (als Nachdruck zum Verkauf). Die einzelnen Bilder sind nicht seitenfüllend und dennoch gut erkennbar. Sehr nett zum Durchblättern, wenn der Weg ins Museum wieder mal zu beschwerlich erscheint. Leider stellt sich danach oft eine Sehnsucht ein, die Bilder im Original zu sehen. Oder auch zumindest den Nachdruck zu besitzen und ihn übers Bett zu hängen.
Dann liegt man halb erdrückt unterm Buch und grämt sich, dass das Wochenende wieder ohne Lottogewinn verstrichen ist. Da hilft der Griff zum Architektur-Bildband, denn geteiltes Leid verteilt sich besser.
Aus jugendlichen Tagen sammeln sich dann hier noch einige Bildbände militärischen Großgeräts, die meiner Faszination für laute, schwere, militärische Maschinen geschuldet sind. “Top Gear joins the forces”, das wäre ein Spin-Off, den ich begrüßen würde. Nur so am Rande zum Ende.
· DenKa um 16:01 Uhr am 08.08.2006
Go, gone, forgotten
Ni-g-eria is the new no-go-area.