ohne pointe

das wohl patriotischste Blog aus dem Land der Kernspalter und Autobauer

Archive for September, 2006

30. September 2006

Kein Schatten ohne Licht

Nur ein paar Schritte waren nötig. Die ersten legte sie noch vorsichtig zurück, strauchelte fast. Aber kein Zögern. Dafür ein beherzter Schritt und dann stand sie im Scheinwerferlicht.

Jetzt lächelte sie. Drehte sich zu den Leuten, glücklich und erleichtert. Die Scheinwerferkegel ließen sie erstrahlen, tauchten die Welt um sie herum in Schatten. Endlich im Licht.
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DenKa um 00:50 Uhr

26. September 2006

Faßt den Übeltäter!

Da hört man gerade im Aussiefunk uralte Musiktitel u.a. Armstrong von Lobo. Und was muss man da erfahren? Warren Height ist für die Zerstörung der Erde zuständig. Skandal!

CoBi um 22:14 Uhr

Das ist ja wohl die Höhe.

· lysis um 08:52 Uhr am 27.09.2006

Taxametrisches

Ich finde es ja nett von meinem Cousin, mich zum Flughafen fahren zu wollen (Zug doof), aber gleich die Preisvorstellungen in den Raum zu stellen (“normalerweise 150,fuer Dich 100″), enttaeuscht mich. Ok, Hartz4-Empfänger mit Hang zur Schwarzarbeit haben es nicht leicht und unbezahlt haette ich ihn das auch nicht machen lassen, aber nachdem ich bisher immer kostenlos bei ihm geholfen habe, wurmt es mich. Vielleicht lasse ich ihn ja mal am Arbeits- und Finanzamt kurz halten, um 2 Briefe loszuwerden. Bloss, wer holt mich dann ab?

nobbie um 17:55 Uhr

24. September 2006

Hobby: Promis sterben sehen

Halt, halt. Ich will jetzt nicht von Euch wissen, welche drei Promis ihr beim Ableben beobachtet habt. Neinein. Viel schlimmer. Ich will vielmehr wissen, welchen drei Promis ihr noch bis zum Jahresende das Ableben wünscht.

Jaja, das gibts schon, werdet ihr jetzt rufen. Da machen Leute Listen und so. Mir doch egal. Außerdem will ich ja nicht nur wissen wer abtreten soll, sondern ich möchte von Euch auch eine möglichst graphische Beschreibung.

Also hurtig, hurtig den kleinen Sadisten in Euch raus lassen um Euer Umfeld mit Euren morbiden Phantasien zu erschrecken.

CoBi um 02:27 Uhr

Ich bin tolerant, niemand muss wegen mir ins Gras beissen, ich wuensche es auch niemanden. Ok, vielleicht einem, wenn ich am 30.09. Clapton im “Garden” besuche, waere es vielleicht nett, wenn das das letzte, legendaere Konzert gewesen waere. Das wuerde den Konzertbesuch irgendwie abrunden.

· nobbie um 17:35 Uhr am 26.09.2006

Was soll ich sagen

Sind wir schon wieder so weit?

DenKa um 01:38 Uhr

17. September 2006

Hobby: Filme sehen und sterben

Und weiter gehts mit dem morbiden September. Heute schauen wir mal in die ewige Röhre und widmen uns dem Tod im Film. Nein, ich will jetzt nicht Filme mit dem höchsten Bodycount aller Zeiten aufgezählt bekommen und auch keine Diskussion zum Thema Gewaltfilme anzetteln.

Mich würde einfach mal interessieren, welche Filme zum Thema finaler Abschied Euch bewegt oder zumindest nachhaltig beeindruckt haben, so daß sie Euch spontan zu dieser Frage einfallen. Wie immer sind drei Filme gewünscht und Erläuterungen werden dankbar angenommen.

Und danach könnte man vielleicht auch mal wieder auf dem Friedhof vorbeischauen. So als Ausflugstipp.

CoBi um 12:56 Uhr

Entgegen meine Gewohnheit fange ich einfach mal an. Vor allem auch um der Gefahr zu entgehen, daß mir jemand andere meine Filme wegschnappt.

Mein Leben Ohne Mich

Sarah Polley spielt die junge Ann, der nach der Krebsdiagnose nicht mehr viel Zeit bleibt. Ihr Leben ist nicht unbedingt perfekt, doch was braucht man mehr als einen liebevollen Mann und eine Tochter?

Und so kann es Ann auch nicht übers Herz bringen ihre Liebsten und ihr Umfeld von ihrer Krankheit in Kentniss zu setzen. Stattdessen beginnt sie damit ihren Abscheid leise zu arrangieren und dafür zu sorgen, daß es auch ohne sie nicht nur weiter, sondern auch allen gut gehen wird.

Und all das, während sich alle an ihrer Schulter ausweinten und Ann mit
ihren Problemen belasten, die im Vergleich zu ihrem Todesurteiloft mehr als lächerlich sind.

Wilbur Wants To Kill Himself

Wilbur will nicht mehr Leben. Doch sein Bruder Harbour läßt das nicht zu. Sein Lebenszweck besteht darin seinen Bruder vom Selbstmord abzuhalten.

Nachdem beide den Buchladen ihres Vaters erben, tritt Alice in ihr Leben die dort Bücher von Patienten versetzt. Sie und Harbour verfallen einander und bald wohnt Alice mit ihrer Tochter bei ihnen.

Der Film wäre hier natürlich völlig fehl am Platze, wenn jetzt nicht noch etwas Tragödie ins Spiel käme. Und so erfährt Harbour in dieser Idylle von seinem eigenen Todesurteil. Ihm bleibt nicht mehr viel Zeit zu leben und wer soll sich dann um seinen Bruder und seine Ehefrau kümmern?

Knocking On Heavens Door

Und am Ende dann doch noch was schwarzhumoriges aus Deutschland. Der Plot sollte eigentlich bekannt sein:

Zwei dem Tode geweihte Patienten beschließen, daß sie vor ihrem Ableben noch mal das Meer sehen wollen. Dummerweise gehört das Auto, daß sie sich kurzerhand schnappen um diesen Wunsch Realität werden zu lassen, ein paar Gangstern, die den beiden nun auf den Fersen sind und etwas Leben in den Roadtripp bringen.

Das die Hauptrollen von Til Schweiger und Jan-Josef Liefers gespielt werden, haben die meisten wohl schon wieder verdrängt. Deutlich in Erinnerung dürfte allerdings Moritz Bleibtreus Abdul geblieben sein, der unerwartete Coolness in eine deutsche Produktion brachte.

· CoBi um 13:39 Uhr

-Luchino Viscontis Verfilmung der Thomas Mann Novelle Der Tod in Venedig
Es geht um Altern, Verfall und Tod, um das Sterben eines tief verunsicherten Menschen und den Zusammenbruch der Wertmaßstäbe einer degenerierten Gesellschaft. Als ich den Film mit ca.12 Jahren sah, wich mir die morbide Stimmung wochenlang nicht mehr von der Seite.

-Philadelphia
Im Erscheinungsjahr 1993 war das noch eine beeindruckende Darstellung und Auseinandersetzung mit dem Thema AIDS und Tod. Ich weß nicht, ob mich der Film heute noch so erreichen würde.

-Pulp Fiction
Viele Variationen von Tod. Kult.

· fishy um 14:54 Uhr

Generell alle Peckinpahs, aber wenn sich der alte Sheriff aus Pat Garret and Billy the Kid, der sich auf seine Rente und sein Boot gefreut hatte (ok, Klischee) nach dem Shootout mit Billy the Kid, in den ihn Pat Garret gedraengt hatte, sterbend zum See schleppt und aus der Ferne Dylans “Knockin’..” ertoent, dann schnuert es mir jedesmal wieder die Kehle zu. Wenn irgendjemand Leute richtig sterben laesst, dann ist es Peckinpah.

Der Klassiker schlechthin: Roy Batty, vom Replikantenjäger Deckart in Blade Runner endlich zur Strecke gebracht. Was der so alles gesehen hat…

Eigentlich ueberleben die Hauptdarsteller in Warriors, trotzdem hat mich kaum ein Film so beruehrt wie dieser. Ploetzlich finden sich britische Soldaten als Friedenstruppe mitten im irrsinnigen Krieg in Jugoslawien wieder, wo man Nachbarn, mit denen man jahrzehntelang friedlich zusammenlebte wegen deren Religion ausloescht. Zwischen den Fronten und den ganzen widersinnigen UNO-Befehlen erleben sie Genozid, Armut und Verzweiflung. Zurück in der Heimat können sie sich nur schwer wieder einleben, nach allem, was sie erlebt haben. Sie werden selbst zu Aussenseitern.

· nobbie um 15:08 Uhr

Habe ich schon ausreichend über mein schlechtes Gedächtnis gejammert, das mir immer wieder Antworten zu solchen Fragen versagt? Diffuse Erinnerungen, geahnte Filmtitel im Hinterkopf, alles erfrischend morbid und tödlich im Abgang. Den musst du im Gedächtnis behalten – und dann trollen sie sich doch wieder, diese elendigen Filmtitel. Genau wie Witze, Bücher, Menschen.

Jetzt der gar nicht klägliche Rest, der gerade durch mein Bewusstsein wabert:

Things to do in Denver when you’re dead

Buscemi ist Mister Shhh. Und es ist _kein_ Tarantino-Film. Mehr muss eigentlich niemand wissen.

Für mich gehört er in die Ecke Killing Zoe und The Big Lebowski. Cool, zynisch, absurd, brutal, träge. Langatmige Szenen, die zum Teil ins Surreale abdriften, werden von harten, gewalttätigen Momenten durchbrochen. Nie ohne sich selbst zu ernst zu nehmen, vor allem im Coolsein.

Andy Garcias Leben ist in Denver nach einem völlig vermurksten Gangsterstück nichts mehr wert. Nur kommt er einfach nicht fort, weil seine Kumpels um ihn herum es auch nicht schaffen und überhaupt, warum …

Und dann findet er in Denver auch noch einen Grund zum Leben.

Andy Garcia, Christopher Lloyd, Treat Williams, Gabrielle Anwar, William Forsythe, Christopher Walken (The Man with the Plan!) und Steve Buscemi – nicht die großen Stars, aber exakt die Leute, die es für so einen Film braucht. Garcias Abgang ist nicht der größte aller möglichen und dass er ihn überhaupt geht, ist schon verdammt idiotisch. Aber wie er ihn geht, das schafft einen sehenswerten Film.

Wer jemals einen Film nur aufgrund des Titels sehen wollte, dem sei dieser hier nahegelegt. Der Titel (eigentlich ein Songtitel von Warren Zevon) selbst verdient schon Lob, er ist einer der schönsten, die mir je untergekommen sind.

Kill Bill

Bill soll sterben. Leider begleiten wir auf dem Weg dahin nicht ihn. Sonst hätte ich ihn hier unbedingt erwähnen wollen.

Leaving Las Vegas

Nicolas Cage trinkt sich zu Tode. Keine Kompromisse, keine Ausreden. Allein in seiner Konsequenz ein bewegender Film.

Ghost Dog: The Way of the Samurai

Der kommt ganz unverhofft hier hin, denn das aktuelle Fernsehprogramm hat meinem Gedächtnis gerade auf die Sprünge geholfen. Wenn ich nur noch wüsste, wie genau der Film verläuft. Sicher ist (denke ich), der Samurai wählt am Ende sehenden Auges den Weg, der ihn in seinen eigenen Tod führen wird. Und es gibt viel Langsames, viel Stimmung und viel Nachdenkliches. Berührt hat er mich, obwohl ich auf das asiatische Gehüpfe anfangs wenig Lust hatte. Was es dann ja auch gar nicht war.

Dead Man

Eigentlich passt er nicht. Oder dann gerade doch. Wie auch immer, der Tod ist mit dabei, und der schöne Filmtitel kann auch noch was wettmachen.

· DenKa um 15:09 Uhr am 20.09.2006

16. September 2006

Liebe radikale Islamisten,

jetzt is’ aber auch mal gut.

Nachher muss ich wegen Euch Spacken aus Solidaritaet mit dem alten Mann aus Marktl am Inn wieder in den Katholenclub eintreten und damit ist nun eigentlich niemandem wirklich gedient…

Also bitte, mal kalt duschen gehen. Danke.

Euer KaiK

KaiK um 00:09 Uhr