Faz it!

Bevor ich alles wieder vergesse, ist es Zeit, Fazit aus dem Reiseabenteuer zu ziehen. Wo faengt man am besten an? Bei den statistischen Daten? Ca 3200km wurden in 2 Wochen zurueckgelegt (in NY hatte ich kein Auto), 53 Stunden sass ich dafuer hinterm Steuer und hab mehr beeindruckendes und kurioses gesehen, als ich haette fotografieren koennen. Trotzdem wurden es ungefaehr 2700 Bilder und 3h Video.
Was waren die schoensten Momente? NYC erleben zB., nach oben gaffend durch Midtown laufen, in Hells Kitchen die alten Haeuser bewundern, fruehstuecken im Bryant Park (Bild), Eric Clapton im Madison Square Garden erleben, Sonntags durch den Central Park bummeln und sich an jeder Ecke unterhalten lassen. Kann endlos fortgefuehrt werden. Die Niagarafaelle vom Boot aus erleben (kann mal jemand im Thesaurus nach Synonymen fuer “erleben” nachschlagen?), die fast kitschige Farbenpracht des Indian Summers, in Brysons ehemaliger Heimatstadt ein Buch von ihm kaufen, sich von Boston positiv ueberraschen lassen und Wale aus naechster Naehe beobachten, gehoert auch zu den sehr positiven Erfahrungen. Allein fuer die Whalewatchingtour haette sich die Reise gelohnt.
Aber es gab auch Schreckmomente, zB als am ersten Tag beim Wechseln einer SD-Karte ein PIN im Digicam-Slot abbrach (konnte spaeter mit Zahnstocher und Sicherheitsnadel behoben werden) oder immer dann, wenn “Speicher voll” im Digicam-Display auftauchte. Als Intrepid Air, das Flugzeugmuseum mit der Concorde und dem Blackbird, geschlossen hatte, ich vergeblich das Ladekabel fuer den PDA suchte oder der Blick auf das Konto und die Kreditkartenabrechnung. Trotzdem hat es sich gelohnt.
Man bekommt einen guten Einblick in das Leben der “normalen” Amis, die einfach nur furchtbar nett und hilfsbereit sind. Und nach einer gewissen Zeit beginnt man, seinen Sarkasmus zu verlieren. Jaja, hoechste Zeit, dass ich da wieder wegkam. Zudem sind dort ein grosser Prozentsatz gegen Bush und dessen Aussenpolitik, ok, sie gehen nicht soweit, Schilder mit “We Support Their Troops” aufzustellen, aber Bushbashing ist ein weitverbreiteter Sport.
Fliegt hin, seht es Euch an und richtet Euren Antiamerikanismus nur auf die, die es verdienen. Oder lasst mich fliegen, die Nummer fuer das Spendenkonto ist: 5434674 bei der Stadtsparkasse Schnorrhausen

Ach ja, der Typ. Der stand jede Nacht, in der ich am Time Square vorbeikam dort und hielt das Schild hoch. Auf der anderen Seite stand “2 Billions a week, where is Osama”.
You must be logged in to post a comment.