ohne pointe

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FilmFestival Cottbus: Wettbewerb
Sutra ujutro

Morgen in der Früh (Serbien und Montenegro 2006) Deutsche Erstaufführung

Zwölf Jahre sind vergangen, seit Nele Belgrad verlassen hat um in Kanada zu leben und zu arbeiten. Und es bleibt nur wenig Zeit um alte Geschichten mit Freunden auszutauschen, denn in nur wenigen Tagen wird er Maja heiraten und mit ihr nach Kanada zurückkehren.

Zwölf Jahre sind eine verdammt lange Zeit, in der verdammt viel passieren kann. Und nicht jede Geschichte aus der Vergangenheit ist es Wert wieder aufgewärmt zu werden. So kommen unter dem Einfluß schnell Dinge ans Tageslicht, die eigentlich längst vergessen waren und besser auch vergessen geblieben wären.

Der Film zeigt auf eindrucksvoll authentische Weise, wie öde solche Treffen unter alten Freunden ablaufen. Am Anfang die unbändige Freude sich endlich mal wieder zu sehen, doch nach und nach wird klar, daß die zurück Gebliebenen nicht mit dem Fortgegangenen mithalten können. Frust macht sich breit und der Zuschauer fühlt sich wie der der Protagonist ausgeschlossen.

Klingt langweilig? Ist es auch. Ehrlich, das ganze ist so öde, daß man froh ist als Nele wieder zurück nach Kanada fliegt. So sehr ich den Willen zu Authenizität ala Dogma95 auch befürworte, möchte ich mich im Kino trotzdem nicht langweilen. Und auch perfekt inszenierte Langeweile ist am Ende nichts andere als Langeweile.

Warum viele Jurys diesen Film mit Preisen bedachten, ist mir völlig unklar.

CoBi am 23.11.2006 um 16:30 Uhr

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