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aufgeschobenes
Nur nicht so ‘ne Welle machen

Vorfreude ist ja so eine ganz fiese Sache. Die baut sich über Tage und Wochen auf, um dann leider viel zu oft binnen weniger Sekunde mit der harten Realität konfrontiert zu werden.

Worum geht’s eigentlich? Achja, ich war am 27.02 in Berlin auf einem Konzert von Nouvelle Vague. Sie wissen schon. Das ist so eine französische Coverband. Gut, das klingt jetzt vielleicht etwas bitter, dabei sollte es eher gelangweilt rüber kommen. Am Besten zur Auflockerung ein verschwommenes Bild meiner Handy-Kamera:

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Rein handwerklich war die Darbietung super. Tolle Stimmen, tolle Musiker, weiblich laszive Tanzbewegungen die jeweils auf die Vorträge abgestimmt waren und im Hintergrund lief Videokunst. Und so trocken betrachtet, kam das Konzert dann auch bei mir an. Die Titel bar jeder Dramaturgie zufällig aneinander gereiht, der totale Verzicht auf Conference und nach einer Stunde und 15 Minuten war es dann vorbei.

Ein Konzert ohne Seele.

Oder ich habe den intellektuellen Zugang nicht gefunden, der die überwiegende Mehrheit ausrasten und Mitgrölen ließ. Achja das Mitsingen. Ist schon okay, wenn die Künstler das Publikum zu Wort kommen lassen. Aber bei der Dritten Einbindung ist dann irgendwie die Luft raus. (Na gut, ich bin da auch nicht so textsicher, aber wer macht hier die Show? Die da oben, oder wir hier unten?)

Einzig allein die Pausen-Lösung von 2×2 Duett-Darbietungen hat die willkürliche Wiedergabe der Titel etwas aufgelockert, konnte den Abend dann aber doch nicht mehr retten.

Das der Abend kein Reinfall war, lag allerdings zum einen an meiner charmanten Begleitung und musikalisch gesehen an der überraschenden Vorband!

Elke Brauweiler

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Es ist kurz nach neun Uhr, als auf einmal zwei Personen auf die Bühne treten und sich als Elke von Paula und ihrem Gitaristen Timo entpuppen. Man sei die Vorband und spiele ein paar Titel aus ihrem aktuellen Album Twist. Passend zum Abend auch Cover dabei und vor allem auf französisch.

Elke singt wie immer wunderschön. Timo rockt auf seiner E-Gitarre ab und ein Apple-Notebook übernimmt den Rest.

Gab es beim ersten Song – Pourquoi Tu Vis? – kurz noch Irritation über den Text, tobt bald der Saal. Von Null auf Hundert mit nur einem Titel. Und Elke singt sich nicht nur die Seele aus dem Leib, sondern hüpft und springt über die Bühne das es eine wahre Freude ist.

Da funkt es nicht nur, sondern da springts auch über. Und zu keinem Zeitpunkt entstand der Eindruck, daß da eine Band gelangweilt einen Gig runtersingt und wieder zurück ins Hotel will.

Fazit

Rückwirkend betrachtet war ich an dem Abend bei einem Konzert von Elke Brauweiler mit Nouvelle Vague als Nachband. Und unter dieser Betrachtung bin ich mit dem Abend sehr zufrieden.

CoBi am 03.03.2007 um 19:54 Uhr

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