Ich bin du und sie sind ich
Hertie wird Karstadt
und Karstadt wird Hertie,
Minimal tauscht mit HL,
ProMarkt ist MakroMarkt ist MediMax,
Walmart entdeckt Metro ohne es zu sein,
die Post ist gar nicht mehr,
und Twix ist nicht Raider.
Völlige Orientierungslosigkeit. Auf den Straßen und im Gespräch.
Ich war beim ProMarkt, nein, Makrodings, also nein, der neue da, eben der alte ProMarkt. Und danach noch da beim Walmart gegenüber der Post bzw. also nicht mehr gegenüber der Post, also doch der alte, neue Walmart schon noch. Und Karstadt hab’ ich nicht mehr geschafft, könntest du morgen dahin, vielmehr zum Hertie, also zu dem, der jetzt nicht mehr Hertie war, ist, ich mein Karstadt, also der da beim HL, nein Minimal. Also der, der immer schon Minimal war … ist. Und mir einen Raider mitbringen …
Ich möchte an dieser Stelle festhalten, daß ich nicht Don bin. Nicht mal ansatzweise! Deswegen gibts da auch kein Foto!
· CoBi um 00:11 Uhr am 06.03.2007
Wahn, wahn, wahn auf der Datenautobahn
Ein verspäteter Beiträg zum Zählproblem der Süddeutschen.
Nur nicht so ‘ne Welle machen
Vorfreude ist ja so eine ganz fiese Sache. Die baut sich über Tage und Wochen auf, um dann leider viel zu oft binnen weniger Sekunde mit der harten Realität konfrontiert zu werden.
Worum geht’s eigentlich? Achja, ich war am 27.02 in Berlin auf einem Konzert von Nouvelle Vague. Sie wissen schon. Das ist so eine französische Coverband. Gut, das klingt jetzt vielleicht etwas bitter, dabei sollte es eher gelangweilt rüber kommen. Am Besten zur Auflockerung ein verschwommenes Bild meiner Handy-Kamera:
Rein handwerklich war die Darbietung super. Tolle Stimmen, tolle Musiker, weiblich laszive Tanzbewegungen die jeweils auf die Vorträge abgestimmt waren und im Hintergrund lief Videokunst. Und so trocken betrachtet, kam das Konzert dann auch bei mir an. Die Titel bar jeder Dramaturgie zufällig aneinander gereiht, der totale Verzicht auf Conference und nach einer Stunde und 15 Minuten war es dann vorbei.
Ein Konzert ohne Seele.
Oder ich habe den intellektuellen Zugang nicht gefunden, der die überwiegende Mehrheit ausrasten und Mitgrölen ließ. Achja das Mitsingen. Ist schon okay, wenn die Künstler das Publikum zu Wort kommen lassen. Aber bei der Dritten Einbindung ist dann irgendwie die Luft raus. (Na gut, ich bin da auch nicht so textsicher, aber wer macht hier die Show? Die da oben, oder wir hier unten?)
Einzig allein die Pausen-Lösung von 2×2 Duett-Darbietungen hat die willkürliche Wiedergabe der Titel etwas aufgelockert, konnte den Abend dann aber doch nicht mehr retten.
Das der Abend kein Reinfall war, lag allerdings zum einen an meiner charmanten Begleitung und musikalisch gesehen an der überraschenden Vorband!
d’arkoh
There’s an easter bunny sitting on my desk telling me to get a new calendar.
Willens
Früher gingen meine allanzweifelnden Überlegungen immer in Richtung “Was, wenn es nicht mehr besser werden kann als jetzt?“. Das habe ich hinter mir gelassen.
Mittlerweile verfolgt mich die Erkenntnis “Was, wenn es besser sein könnte?“.
Verflucht sei der freie Wille.
Liebe Wirte,
irgendwo tut ihr mir ja echt leid. Da habt ihr Euch jahrelang darauf spezialisiert Rauchern eine zweite Heimstatt zu bieten und jetzt wollen Euch die bösen Bundesländer die Existenzgrundlage unter dem Hintern wegziehen.
Tja, auf’s falsche Pferd gesetzt, sage ich da jetzt mal ganz direkt.
Euch war es ja egal, daß die Nichtrauer kein Interesse mehr am gemeinen Wirtschaftsbesuch mehr haben. Vielleicht ist es Euch ja auch gar nicht aufgefallen. Durch die Nebelschwaden ist es ja nicht immer einfach zu sehen, wer da überhaupt bei einem in der Wirtsstube hockt. Wobei das natürlich egal ist, solange er zahlt.
Es ist unübersehbar, daß Eure jahrzehntelange Hoffierung der Raucher deutliche Folgen im Freizeitverhalten von Frischluft-Anhängern hinterlassen hat. Folgen die Euch wohl bewußt sind, denn sonst würde ihr ja kaum ins große Nörgeln verfallen und Weltuntergangszenarien an die Wand malen.
Wobei das ja höchstens ein Deutschlanduntergang werden kann, wenn man sich die Folgen in anderen europäischen Ländern anschaut, die strikte Rauchverbote erlassen haben.