schnell abgeurteilt
“Endlich werde publik, wie Arbeitsplätze aus den alten in die neuen Bundesländer abwandern.”
Ja liebe Fürther, das ist schon ein ganz komische Gefühl in der Magengegend, wenn in der eigenen Region auf einmal Firmen dicht gemacht werden und Arbeitsplätze wegfallen.
Klar mögen die Umstände im Detail andere sein, als damals nach der Wende, fast alles im Osten einfach so dicht gemacht wurde. Aber im Endeffekt ist es doch das Gleiche. Wo es niemanden interessiert hat, ob für die Ossis noch genügend Jobs über bleiben, interessiert es nun halt auch im Westen niemanden, ob für die Wessis genügend Jobs bleiben. Wirtschaft geht immer dahin, wo’s opportun ist. Schließlich ist sie ja frei, oder nicht?
Und wer jetzt die Abschaffung von Wirtschaftsförderung für den Osten fordert, stellt – böswillig formuliert – auch mal eben den Wettbewerb unter den Ländern in Frage.
Diese Spiegel-Reihe über den unbekannten Osten hat übrigens schon für mehr als einen Lacher gesorgt. U.a. als darauf verwiesen wurde, daß diese eine innerdeutsche Gemeinde in Franken inzwischen unglaubliche 10% Arbeitslosigkeit habe. Unfaßbar so eine Zahl. Gerade für Ostdeutsche. Da würde man jubeln, wenn man am Arsch der Welt solche Zahlen aufweisen könnte.
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