Apfelernte
Die Glückszwinger
Darf eine Firma ihre Kunden zum Glück zwingen? Nunja, diese Frage relativiert sich schon deutlich, da ja kein Kunde je gezwungen ist, mit dieser Firma geschäftlich zu interagieren. Aber so einfach kann das ja nicht sein, denn dann wäre dieser Blogeintrag ja schon zu Ende.
Also nehmen wir mal an, es ginge einer Firma (neben dem natürlichen Drang Geld anzuhäufen) auch darum, daß die Kunden glücklich bei der Nutzung des Gerätes sind. Ein Aspekt dieser User-Experience ist auch zu verhindern, daß der Nutzer irgendwas Dummes macht. Denn das frustriert nur. Und das will keiner. Und ja, es gibt genug dumme Nutzer, als das man sich darum einen Kopf machen muss.
Ergo: Frustrationsquellen reduzieren und Dummnutzungen weitgehend ausschließen. Das Verhindert Fehlnutzung, führt aber zwangsläufig dazu, daß der Nutzer eben nicht mehr alles mit dem Produkt machen kann, was man machen könnte. Na das ist aber gemein.
Nehmen wir z.B. an, daß es da eine Firma gibt, die sich vorgenommen hat die User-Experience mit Mobiltelefonen völlig neu zu gestalten. Und dazu gehört eben nicht nur Hardware (ja, schon allein dort kann verdammt viel verbessert werden), sondern eben auch das Netz. Denn ominöse Firma hat es sich doch unverschämterweise in den Kopf gesetzt nicht nur in ihrer Einflußsphäre (das Handy) tätig zu werden, sondern auch bei den Features des Netzes.
Tja, und jetzt gehts wieder darum Frustrationsquellen und Dummnutzungen zu reduzieren. Da nicht alle Netze über entsprechende Merkmale verfügen, soll das Mobiltelefon eben auch nicht in allen Netzen nutzbar sein. Gemein, aber öffentlich bekannt. Da gibts keine Überraschungen und keinen doppelten Boden. Einfach nur die elementare Frage: will ich das so wie’s ist, oder nicht?
Und das ist das eigentlich Kuriose. Viele Leute sind bereits mit dieser Frage hoffnungslos überfordert.
Na wenn das mal nicht zynisch ist.
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