Deutsche noch nicht zusammengewachsen
Der Spiegel hat mal wieder etwas festgestellt:
Die gute Nachricht lautet deshalb: Der Ostdeutsche denkt und fühlt zwar noch immer anders als der Westdeutsche. Aber die Jungen sind einander oftmals nicht mehr so fremd wie ihre Eltern.
Ja mei, wenn das nicht überraschend ist. Was hat man denn bitte erwartet? Das binnen fünf Jahren z.B. eine komplette kulturelle Identität ausgelöscht wird und durch das westdeutsche Modell ersetzt wird?
Ich bin jetzt mal böswillig und unterstelle, daß andere Interpretationen von Zusammenwachsen bei westdeutschen Medien sowieso gar nicht erst in Betracht gezogen werden.
Mal ganz abgesehen davon, daß es sowieso immer Unterschiede geben wird. Ist ja jetzt nicht so, daß man einem Norddeutschen und einem Süddeutschen attesttieren könnte, daß ihre Vorstellungen vom Deutsch-Sein vollkommen identisch sind. Da haben sich bereits jahrhunderte alte Unterschiede fest in der Kultur verankert und so wird es auch eine Elemente der DDR-Kultur geben, die noch in fünfzig Jahren als Unterschiedung von Ost- und West-Sozialisierten Personen dienen können.
Ich hätte jetzt beinahe die Frage nach dem Problem gestellt und irgendwas von “Auslöschung der DDR nicht möglich” als Antwort vorweggenommen. Aber das lasse ich mal lieber.