ohne pointe

das wohl patriotischste Blog aus dem Land der Kernspalter und Autobauer

Banfoisms
Klare Vorgaben für den App-Store…

sind so Dinge, die gerade sehr lautstark (um mal höflich zu bleiben) für den App-Store gefordert werden.

Grundsätzlich ist das auch mehr als nachvollziehbar. Schließlich ist es ungemein hilfreich von vornherein zu wissen, daß man mit seiner Idee für eine Applikation keine Chance auf Veröffentlichung haben will.

Auf der anderen Seite gibts da allerdings auch ein Dilemma für Apple. (Nun gut, abgesehen von dem Grundsatzproblem, daß nicht jeder der will darf!) Je genauer Apple beschreibt was “verboten” ist, um so genauer gibt Apple seine Pläne und Absichten preis.

Wird wirklich erwartet, daß Apple niederschreibt, daß es keinen iTunes-Bypass für podcasts erlaubt, weil die Verzahnung von iTunes und den Mobilgeräten so essentiell ist, daß man das Geschäftsmodell gefährdet sieht, wenn sich die Leute von iTunes emanzipieren?

Es sollte offensichtlich sein, daß Taschenrechner keinen wichtigen Punkt in Apples Geschäftsstrategie bilden. Weder bietet man eine überragende Implementation, noch kaufen die Leute iPods, weil man dann immer einen hübschen Taschenrechner dabei hat und das doch alles so einfach ist.

Genausowenig wird es einen anderen WiFi-Store auf dem Podsen geben neben dem offiziellen. Natürlich wird man auch weiterhin Musik aus anderen Quellen auf die Player bekommen. Das wird Apple nicht verhindern. Aber es wird eben Over-The-Wifi nur einen Weg geben.

Und auch bei Safari wirds keine Kompromisse geben. Wer glaubt er könne Firefox auf das iPhone portieren, wird keinen Erfolg haben. Etc.

Natürlich wäre eine Welt toll, in der jeder alles machen kann was er will (oder zumindest andere dazu zwingen). Aber das gilt dann ja im gleichen Atemzug für Apple. Und der Status Quo sagt mir, daß die ihre Wünsche bereits umsetzen. Und dazu gehört nicht die bedingungslose Unterordnung unter Interessen Dritter.

CoBi am 24.09.2008 um 16:51 Uhr

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