ohne pointe

das wohl patriotischste Blog aus dem Land der Kernspalter und Autobauer

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24. November 2008

Über die Unterversorgung mit weihnachtlichen Konsumgütern in den vereinigten Besatzungszonen

So, seit gestern darf endlich geweihnachtet werden und dank kommerziellem Frühstart gibt es in den Läden immer weniger Auswahl, obwohl wir ja noch knapp vier Wochen bis Weihnachten haben.

Und wenn man das Thema mal anspricht, bekommt man den Hinweis, daß halt die Produktion längst auf Ostern umgestellt wurde und man deswegen auch nichts mehr nachbestellen könne. Solle man halt früher kaufen.

Etwa wie damals in der östlichen Planwirtschaft? Also Mängel völlig “normal” waren und man Produkte grundsätzlich auf Vorrat kaufen mußte? Ist das jetzt auch im gesamtdeutschen Kapitalismus eingezogen?

Oder wird hier der Kunde ganz unwissend um frühere wirtschaftliche Eigenheiten zu neuem Konsumverhalten erzogen?

Ich finde es jedenfalls hochgerade Absurd, wenn eine der beiden Grundlagen der Marktwirtschaft vorsätzlich ignoriert wird. Warum bedient keiner mehr ernsthaft, die Nachfrage nach weihnachtlicher Konsumgütervielfalt im Dezember? Und hier spreche ich nicht von 24.12 um 14:30 Uhr. Sondern bereits von den zwei Wochen davor?

Das Ganze erinnert mich auch an ein Erlebnis in einem Mediamarkt zwischen Weihnachten und Silvester. Ich wollte einen neuen DVD-Player kaufen, aber die waren alle ausverkauft. Und vom Personal gabs den spöttischen Hinweis, daß das doch klar wäre, daß die nach Weihnachten ruckzuck ausverkauft sind.

Bitte? Den Leuten im Mediamarkt war das klar und die haben trotzdem nicht das Sortiment aufgestückt? Die machen sich über mich lustig, weil ich so naiv bin und erwarte, daß in einer Wirtschaft, die sich bisher nicht durch Mangel und Knappheit auszeichnete jede Nachfrage nach Konsumgütern jederzeit erfüllt werden kann?

Offensichtlich ist diese geistige Haltung nun auch auf die Vorweihnachstzeit übergeschwappt. Wo früher versucht wurde den Kunden zu umwerben, ist man wohl nun davon überzeugt, daß man den Kunden schon in die persönlichen Vorstellungen über den Ablauf des Weihnachtsgeschäfts pressen kann.

Und was bleibt einem den am Ende übrig? Dank Unwillig- oder Unfähigkeit (letzeres darf man ja nie ausschließen) habe auch ich bereits ein Weihnachtsgeschenk mit dem Gedanke “lieber jetzt, sonst gibts das nachher nicht” bereits vor Totensonntag erworben. Ein Skandal!

CoBi um 12:54 Uhr

Ist dein Trabi mittlerweile eigentlich da?

Sheldor is AFK.

· Zarniwoop um 10:55 Uhr am 27.11.2008

Nein. Die westlichen Imperialisten haben nach der Wende ja alle Konkurrenz mit illegalen Maßnahmen plattgemacht, um ihre minderwertigen Fortbewegungsprodukte überhaupt an den Mann (und auch die ein oder andere Frau) bringen zu können.

· CoBi um 11:04 Uhr am 27.11.2008