ohne pointe

das wohl patriotischste Blog aus dem Land der Kernspalter und Autobauer

Archive for Juli, 2009

26. Juli 2009

Was vorm Regen gerettet wurde

CoBi um 13:14 Uhr

*SABBER*

· Almi um 14:24 Uhr am 21.08.2009

16. Juli 2009

iTunes vs. Palm Pre

Angesichts der leidenschaftlich geführten Debatte, die sich mal wieder mehr darauf konzentriert, was man glaubt was abgeht, als sich damit zu beschäftigen, wie die Fakten wirklich aussen, komme ich nicht umhin mal etwas Informationen in den Raum zu streuen.

Das werden die Leute die sich über Apple aufregen wollen zwar mal wieder ignorieren, aber schaden kann es ja trotzdem nicht.

Erstmal ein paar Fakten ohne Anspruch auf Gewichtung oder Vollständigkeit:

  • Palm Pre Nutzer können weiterhin Musik mit iTunes kaufen.
  • Palm Pre Nutzer können diese Musik jeder Zeit auch ohne iTunes nutzen.
  • Palm Pre Nutzer können nicht mehr Musik zwischen iTunes und einem Palm Pre synchronisieren

Apple hat nichts weiter getan, als Palm Pres (die sich btw gegenüber iTunes als iPods ausgegeben haben) nicht mehr als iPods zu behandeln und aus diesem Grunde auch nicht mehr mit ihnen Music zu synchronisieren.

Können Palm Pre Nutzer nun ihre (gekaufte) Musik nicht mehr nutzen? Nö. Die können sie nun via drag und drop auf den Palm Pre kopieren.

Der einzige Lock-In der bezüglich aktuell gekaufter Music bei iTunes besteht, ist die Bequemlichkeit diese (und natürlich auch andere Music) mit einem iPod (und einigen wenigen alten Legacy-Playern) zu synchronisieren. D.h. man erstellt sich in iTunes Playlisten und nachdem man seinen iPod angestöpselt hat, werden Veränderungen in diesen Listen automatisch übertragen, ohne das man zusätzlich tun muß.

Ich finde das z.B. für Podcasts sehr bequem. Extrem bequem.

Und was ist, wenn man mit anderen Playern synchronisieren will? Das geht auch. Die Synchronisierung erfolgt zwar nicht durch iTunes selbst, aber iTunes stellt eine offizielle Schnittstelle bereit, mit deren Hilfe dritte Programme z.B. auf Basis von Playlisten die Music-Dateien auf einem unterstützen Player auf den gewünschten Stand bringen können. Man kann auf diesem Wege nur begrenzt Informationen zurück an iTunes übermitteln, aber für diejenigen, die ihre Musik mit iTunes verwalten wollen, besteht hier die Möglichkeit auch Drittgeräte synchronisieren zu lassen.

Und was ist nun das Besondere beim Palm Pre? Nunja, Palm hat hier auf die Erstellung/Lizensierung einer dritten Software verzichtet. Der Pre spricht die üblichen Drag+Drop+Protokolle und kann somit grundsätzlich mit Musik und anderen Dateien beladen werden.

Allerdings empfindet das nicht jeder als bequem und man hat bei Palm wohl vermutet, daß viele Pre Nutzer ihre Musik mit iTunes verwalten werden und deswegen wohl gedacht, daß eine Synchronisierung ein nettes Feature wäre. Man hat sogar groß im Marketing darauf verwiesen, daß man Musik via iTunes synchronisieren kann.

Nur hat Palm eben keine offizielle Schnittstelle verwendet, wie es die anderen Tools tun, die iTunes als Basis zur Synchronisierung verwenden. Stattdessen hat Palm das Wissen seiner Ingenieure genutzt und gaukelt iTunes vor, daß der Pre ein iPod sei. Das ist natürlich ein cleverer Hack. Aber da er offensichtlich nicht mit Apple koordiniert wurde, bestand von Anfang an die Gefahr, daß dieser Hack irgendwann nicht mehr funktionieren würde.

Das hat btw nicht zwangsläufig mit Böswilligkeit von Apple zu tun. Denn man muss auf der anderen Seite ja auch die berechtigte Frage stellen, warum jetzt bitte Apple dazu verpflichtet ist, eine private Schnittstelle aufrecht erhalten zu müssen, in die sich jemand ohne Absprache reingehackt hat?

Der große Vorteil von privaten Schnittstellen ist ja gerade, daß es hier keine Abwärts/Rückwärtskompatibilität geben muss. Man muß lediglich darauf achten, daß die eigene Hard- und Software an (unausweichliche) Änderungen angepaßt wird und das wars. Nach aussen ist das ja völlig egal wie sich das Protokoll im Detail geändert hat, solange es tut, was es soll.

Offizielle Schnittstellen haben hier nun mal das inheränte Problem, daß sie eben nicht nach Gusto geändert werden können. Der Vorteil der erweiterten Funktionalität kommt eben gleichzeitig mit dem Nachteil der Fußfessel. Den es gab bisher nur wenige APIs die wirklich auf lange Zeit unverändert brilliert haben. Und sobald eine API sich ändert, gibt es auch hier sehr starke Übergangsschmerzen.
(Firefox-Nutzer werden dies vermutlich nachvollziehen können, wenn sie Add-Ons nutzen.)

Ich kann sehr gut nachvollziehen, warum Apple bereits jetzt den Hack kaputt gemacht hat, statt zu warten, bis die Kompatibilität durch eine natürliche Änderung des Protkolls zerstört wird. Gilt es doch zu vermeiden, daß auch andere Play-Anbieter auf diesen Zug aufspringen und sich ins Protokoll hacken.

Wenn das Interesse der Hardware-Industrie so groß ist, doch bitte mit iTunes synchronisieren zu können, wird sich Apple vielleicht mit Geld überreden lassen, eine entsprechende Schnittstelle einzubauen. Aber billige Floskeln ala “Die können doch froh sein, daß wir iTunes nutzen” helfen da nicht weiter.

Da Apple weder verhindert hat, daß Palm Pre Geräte sich am OS anmelden können, noch Palm dabei behindert ihre eigene Synchronisations-Software zu implementieren, sehe ich nicht das Problem, warum Apple hier zum Buhmann gemacht wird. Oder sind wir inzwischen soweit, daß Faulheit gefördert werden muss?

CoBi um 15:00 Uhr

04. Juli 2009

Nuklearer Fernreboot

Das AKW in meinem Bett Rechner:

“2009.07.04 12:03:30 Sys {380} Mutex “IsIdle” und “StopScript” erfolgreich initialisiert”

Gorch um 23:20 Uhr