ohne pointe

das wohl patriotischste Blog aus dem Land der Kernspalter und Autobauer

Archive for März, 2010

23. März 2010

Mal was von Disney und Netflix und so

Da hat also der Disney-Konzern mit ein amerikanischen Pay-TV-Anbieter namens Starz einen Vertrag geschlossen. Gegen eine Summe X darf Starz Inhalte aus dem Hause Disney seinen Abonnenten vorführen. Soweit so normal.

Wo man allerdings bei Disney (und auch bei anderen großen Studios) nicht geachtet hat, war das Starz es – wie auch immer – geschafft hat sich zusichern zu lassen, daß man die Streaming-Rechte solcher Inhalte subliziensieren darf. Wobei das natürlich auch kein Zufall oder keine böse Absicht seien muß. Vermutlich haben die beteiligten Anwälte einfach unterschätzt, was diese Klausel bewirken kann.

Etwas sehr unerwartetes nämlich: Netflix hat einfach Streaming-Rechte von Starz gekauft und kann damit Hollywood-Produktionen via Internet zu sehr günstigen Preisen verbreiten. Denn offensichtlich hat Starz da nicht viel verlangt, denn man kann bei Netflix für nur 8,99 USD soviele Filme pro Monat streamen wie man schauen möchte.

Das sollte jetzt niemanden überraschend, daß die Studios da etwas irritiert waren und dann merkten, daß die Starz-Streaming-Klausel diesen Kampf-Preis ermöglichte.

Und was glaubt ihr wohl, wie lange die Studios da zuschauen? Klar gibt es da das Problem, daß man die Verträge nicht einfach kündigen kann. Aber sie laufen weder ewig, noch ist es unmöglich mal mit Starz zu sprechen um eventuell auch jetzt schon ein paar Sachverhalte zu ändern. Man muß Starz natürlich etwas bieten, damit die ihrerseits auf die Zusatzeinnahmen durch Netflix verzichten. Aber das ist normales Business.

Und es ist natürlich auch normales Business daß seit Anfang des Jahres auf Disney eingeprügelt wird, in totaler Ignoranz darüber, daß es Disney gar nicht darum geht Streaming zu verbieten, sondern das Disney (wie auch andere Studios) daran interessiert ist ihre Einnahmen zu maximieren. Und das wird solange nicht passieren, solange es im Starz-Deal diese Klausel gibt, die es offensichtlich Starz ermöglicht Streaming-Rechte zu verdammt guten Konditionen anzubieten.

Tja und da ist sie dann wieder, die Aufruhr der Komsumenten. Wo es dem Konsumenten jederzeit zusteht nur an sein eigenes Portemonaise zu denken, darf eine kleine (große) Firma natürlich keinerlei Versuche unternehmen ihren Gewinn zu maximieren.

Das Disney mehr verdient, wenn Netzflix direkt bei ihnen seine Streaming-Rechte kauft, sollte offensichtlich sein. Aber hey, Hauptsache man kann mit der virtuellen Faust Richtung The Man fuchteln und mit illegalem Download drohen. Ich vermisse ja immer noch Ladendiebe die ihren Diebstahl damit rechtfertigen, daß der Ladenbesitzer zuviel Gewinn macht. Im Netz ist diese Argumentation inzwischen mehr als ermüdend.

CoBi um 23:23 Uhr

20. März 2010

Schwarze Schafe

Es gibt einen neuen Hirtenbrief von weiter oben. Soweit nichts Neues. Danach auch nichts.

DenKa um 21:38 Uhr