ohne pointe

das wohl patriotischste Blog aus dem Land der Kernspalter und Autobauer

Archive for August, 2010

05. August 2010

Komplette OS-Einspielung sinnvoller als reiner Security-Patch

холови гарнитуриStatt sich vor Angst nicht mehr ins Internet zu trauen, da der Besuch jeder Website zu einer totalen Übernahme des eigenen iPhones führen könnte, erlebt man da draussen schon wieder Nerds, die sich vorrauseilend darüber aufregen, daß der Patch zum schließen dieser kapitalen Sicherheitslücken mehreren 100 MB groß seien wird.

Die Größe ergibt sich wie immer daraus, daß nicht nur der eigentliche Patch (also der korrigierte Code) geladen wird, sondern gleich das gesamte Betriebssystem des iPhones.

Wenn es nur um neue Features geht, kann ich den Unmut ja nachvollziehen, da nur Teile des Codes und der zugehörigen Daten verändert werden. Da erscheint es unsinnig alles neu zu laden.

Und auf den ersten Blick erscheint es noch unsinniger, alles zu übertragen, wenn so ein Sicherheits-Korrektiv nur wenigen Tausend Bytes groß ist.

Die Situation ändert sich allerdings schlagartig, wenn man sich bewußt macht, daß der aktuell bekannt gewordene Veränderungen am kompletten System ermöglicht. (Sonst würde ja der Jailbreak nicht gehen!)

Denn man darf ja mit nichten davon ausgehen, daß man selbst schon bemerken würde, wenn jemand diese Lücke ausnutzt! Und wenn man von diesem Worst-Case ausgeht, muß man auch annehmen, daß das eigene System kompromitiert wurde.

Wenn hier beim Bugfix auch gleich das OS neu eingespielt wird, kann zumindest für diese Teile ausgeschlossen werden, daß sie nachhaltig verändert wurden und eingeschleustert Code weiterhin aktiv ist. Denn wenn ich nur die Lücke fixe, würde das ja am Rest des Systems nichts ändern!

Und selbst das komplette Neueinspielen des OS gibt übrigens keine Antwort auf die Frage, ob es einem Angreifer möglich wäre sich in bestimmte installierte Software einzunisten um von dort zu versuchen, daß System wieder zu übernehmen!

Alles keine Dinge über die man nachdenken will. Wollen tut man aber auf jeden Fall ein sauberes OS. Um zumindest für den essentiellen Teil sicherzustellen, daß dort nichts mehr kompromitiert ist!

CoBi um 11:49 Uhr

02. August 2010

Nur zum Konsum geignet

Dieser Vorwurf kommt ja fast reflexhaft, wenn es um Kritik bezüglich des iPads von Apple geht.

Verkneifen wir uns mal die Frage woher der Mythos kommt, dass jeder andere Rechner ein Hort der Produktivität wäre und fragen uns lieber, warum das mit dem Konsum immer so einen negativen Beiklang hat?

Ich finde mitnichten, dass das iPad nur zum Konsum taugt, aber natürlich kann man mit ihm hervorragend konsumieren! Und zwar nicht nur lustige Katzenbilder und Wichsvorlagen, sondern auch wissenschaftliche Texte jeglicher Länge.

Ich weiß ja nicht wie es anderen geht, aber ich hatte nie wirklich Lust mich durch dünne wie dicke Papers zu arbeiten und dabei unbeweglich vor einem Computermonitor sitzen zu müssen. Da habe ich vielmals totes Holz verschwendet, damit ich in angenehmerer Position lesen konnte.

Tja, und jetzt kann ich mir das sparen. All die vielen Essays zu Themen aus der IT im speziellen oder Wissenschaft im Allgemeinen werden nun im Laufe des Tages mit Hilfe von InstaPaper gesammelt und dann am Abend auf der Couch, oder vorm Kamin (manchmal auch nackt auf dem Bärenfell, you get the drift) “konsumiert”. Nicht nur einfach gelesen, sondern mit Freude aufgenommen. Eben weil es nicht mehr der Schreibtisch ist an dem man sitzt oder der Laptop der einen ebenfalls zu einer unentspannten Lesehaltung zwingt.

Die einzige Herausforderung ist das Gewicht. Aber Hey, selbst Taschenbücher werden von den Wenigsten am ausgestreckten Arm gelesen, also nichts Neues an der Lesefront.

Ach, womit ich das hier Geschrieben habe, ist vermutlich leicht zu erraten.

CoBi um 04:12 Uhr