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das wohl patriotischste Blog aus dem Land der Kernspalter und Autobauer

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05. Mai 2011

Location und so

ИконописиконописПравославни икониDa immer noch viel zu viel geraten wird, kann es wohl nicht schaden, nochmal zusammenzutragen, was zumindest Apple zur Ortungsfunktion auf iOS-Geräten erzählt hat. Ob das stimmt oder nicht, steht auf einem anderen Blatt, aber schon diese Aussagen sind offensichtlich nur wenigen vertraut.

Grundsätzlich gibt es zwei Aspekte beim aktuellen Location-Gate, die man erstmal getrennt verstehen sollte bevor man wieder alles in einen Topf wirft.

Mit iOS 3.2 vom letzten Sommer hat Apple begonnen, Standort-Daten zu erheben und anonymisiert zu sammeln. D.h. wann immer eine Ortung via GPS stattfindet, werden zu diesem ermittelten Standort auch Zusatzinfos wie sichtbare Funktürme und ihre Sendestärke sowie sichtbare WLANs und deren Sendestärke erfaßt.

Diese Datensätze werden (so vorhanden) alle 12 Stunden anonymisiert an Apple gesendet. Dabei werden die Datensätze unter einem Identifier zusammengefaßt, der alle 24 Stunden neu generiert wird. So kann zumindest oberflächlich kein Bewegungsprofil erstellt werden.

Bei der consolidated.db handelt es sich nun um einen Hilfsdatenbank, die dazu genutzt wird, sehr schnell eine annährend genaue Position zu ermitteln, wenn kein GPS genutzt wird, resp. schon mal eine Position zu haben, bevor das GPS dann eine deutlich genauere Position nachreicht.

Das Telefon weiß grundsätzlich immer, welche Funkmasten in seiner Nähe sind. Und es beobachtet auch die WLANs um sich eventuell automatisch einloggen zu können. Wenn also eine Position gebraucht wird, wird in der Hilfsdatenbank nachgeschaut, ob die Funktürme und WLANs dort bekannt sind. Ist dies der Fall, kann sofort eine Grobposition ausgerechnet werden und das Gerät muß nicht mal irgendwo nachfragen.

Wenn die Daten fehlen, werden sie entsprechend von Apple abgefragt. Dabei antwortet Apple nun aber nicht ausschließlich mit Informationen zu den Funktürmen und WLANs die man sieht, sondern sendet auch zu denen, die im weiteren Umfeld zu finden sind. Das hat den Vorteil, daß man im entsprechenden Radius nicht erneut bei Apple nachfragen muß.

Der Unterschied besteht also darin, bei jedem unbekannten Objekt nachzufragen und nur Informationen zu diesem Objekt zu bekommen oder gleich weitere (ungefragte) Informationen zu bekommen, dafür aber auch nicht mehr so häufig nachfragen zu müssen.

Man darf ja auch nicht vergessen, daß durch die Nachfragen auf Apples Server Profile angelegt werden könnten! Diese werden zumindest unschärfer, wenn eben nicht jedes einzelne Objekt angefragt wird. Außerdem wird natürlich auch massiv Bandbreite geschont, weil einzelne Verbindungen doch zu viel unnötigen Overhead haben dürften.

Fürs Profiling taugen natürlich beide Datenerhebungen. Beim Sammeln hat Apple ja genau Daten dazu, daß ein iPhone zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort war. Je nach Dauer dieser GPS-Ortung (z.B. Navigations-Programm bei Autofahrt) kann man da gut Rückschlüße auf den Besitzer des iPhones schließen.

Auch die Cache-Daten sind gut interpretierbar. Zwar weiß ich nicht wo genau der Nutzer war, aber zumindest kann ich schon verorten ob sein Handy an einem gewissen Ort war, oder auch nie nur in der Nähe.

Alles darüber hinaus ist Hysterie und Panikmache.

CoBi um 11:29 Uhr